Chronik des Schützenvereins Frauenzell

Unsere neue Fahne können Sie anklicken und im Großformat bewundern!

 

Wir haben ein paar neue Bilder von unserer Fahne geschossen und möchten Ihnen diese gerne zeigen!

Vorderansicht
Rückansicht


Lange waren wir der Meinung das der Schützenverein Frauenzell im Jahre 1900 gegründet wurde. Dies ging aus einer mündlichen Überlieferung hervor demzufolge der Verein im Jahre 1900 im Gasthaus Krone gegründet wurde. Leider fanden wir auch nach umfangreichen Recherchen keinen schriftlichen Beleg dafür.


Eines Tages brachte Otto Tschugg eine Schützenscheibe mit, die bei ihm auf dem Dachboden schlummerte. Diese Scheibe wurde zum 25- jährigen Bestehen ausgeschossen und datiert aus dem Jahr 1931. Somit hatten wir einen Beleg das unser Verein im Jahre 1906 gegründet wurde und wir in diesem Jahr 95 Jahre alt werden.


Verschiedene mündliche Überlieferungen lassen die Vermutung zu das wohl mehrere Vereine vor Ort tätig waren. Es bestand ein Verein im Gschnaidt, ein Verein zur Krone, zur Traube und ein Kleinkaliberverein im Bärenloch, dessen Schießanlagen heute noch im Ansatz zu erkennen sind. Das erste Protokollbuch von 1932 gibt Auskunft darüber, daß der damalige Schützenmeister Johann Kathan hieß. Die weiteren Mitglieder waren:
Frau Ochsenreiter, Johann Würzer, Xaver Ochsenreiter, Josef Würzer, Josef Schreck, Bartolomäus Dorn,Xaver Eggensberger und Josef Dorn.


Geschossen wurde bis zum 26. April 1941 im Schießlokal zur Traube. Während des Krieges wurden die Schützenvereine verboten und zum Teil aufgelöst. Deshalb ist es uns auch nicht möglich Aufzeichnungen aus dieser Zeit zu finden.
Nachdem die Siegermächte 1950 das Schießverbot aufgehoben hatten, kam es am 15. Oktober 1950 zur Neugründung. 1.Schützenmeister war Fritz Sigler , 2. Schützenmeister Engelbert Kiechle, Schriftführer Magnus Kösel, Kassier Friedwill Frey und Beisitzer Karl Kösel. Bis 1969 wurde in drei Lokalen geschossen, in der Traube, Krone und im Löwen.
In den Jahren 1964 bis 1967 war Engelbert Kiechle 1. Schützenmeister. Durch den plötzlichen Tod waren Neuwahlen notwendig. Zum 1. Schützenmeister wurde dann wieder Sigler Fritz gewählt. Dieses Amt bekleidete er dann bis 1996.


Es war nicht so das sich in jeder Gaststätte ein Schießstand befand. Es war ein mobiler Schießstand vorhanden der bei jedem Schießen von Gaststätte zu Gaststätte verlagert werden mußte. Die Hauptaufgabe viel damals auf Sigler Fritz der für den Transport zuständig war. Als der Platzbedarf plötzlich nicht mehr vorhanden war, die Räumlichkeiten wurden von den Wirtsleuten anderweitig gebraucht war die Gefahr das sich der Schützenverein auflöst sehr groß. Es begann die Suche nach einer neuen Bleibe. Zuvor galt es allerdings bis zum Einzug in das neue Heim eine Zwischenlösung zu finden. Diese Zwischenheimat wurde in Kimratshofen gefunden. Dort waren wir in den Jahren `77 und `78. Unter Mithilfe aller Schützenkameraden konnte 1978 das neugebaute Vereinsheim im Gasthaus zur Krone in Frauenzell, am 13. Mai 1978 bezogen werden.


Das Vereinsleben war all die Jahre geprägt von vielen sportlichen aber auch geselligen Veranstaltungen. Angefangen bei Gauschießen, Klausenschießen, Weihnachtsfeiern, Faschingsbällen, Ostereierschießen, Laienschießen, sowie Freundschaftsschießen mit verschiedenen Vereinen, aus der näheren und weiteren Umgebung.


Eine ganz besondere Freundschaft verbindet uns dabei mit dem Schützenverein Isny. Seit nunmehr 50 Jahren finden regelmäßig gegenseitige Besuche statt. Diese Besuche waren zum Teil so intensiv das man sich im 14-tägigen Rhythmus traf und dies nicht nur zum Schießen sondern auch zu gemeinsamen Ausflügen ins Gschnaidt oder in die nähere Umgebung von Isny.
Ein wichtiger Bestandteil im Vereinsleben waren die jährlich stattfindenden Ausflüge. Die Resonanz war zum Teil so groß, dass ein Bus gar nicht ausreichte um alle Personen zu transportieren. Neben Tagesausflügen waren auch Zweitagesausflüge recht beliebt.
Ein weiterer wichtiger Punkt im Leben eines Vereines sind die immer wieder stattfindenden Umzüge anläßlich Vereinsjubiläen oder anderen Festlichkeiten. Auch hier war die Beteiligung immer sehr gut.


1972 wurde unsere Schützenkette angeschafft. Sie gehört wohl zu den größten des Allgäuer Gaus.


Vom 2. -bis 5 .Januar 1973 fand im Altusrieder Schützenheim das erste gemeinsame Vereinsschießen in der Großgemeinde Altusried statt. Frauenzell beteiligte sich mit 23 Schützen , die 2410 Ringe erreichten. Beste Schützin und gleichzeitig Gewinnerin bei den Damen war Brunhilde Pretscher mit 258 Ringen. Kein Wunder, war sie auch 1968 Bayerische Meisterin. Seither ist das Gemeindevergleichschießen ein fester Bestandteil im jährlichen Schießprogramm und bei allen recht beliebt


Seit 1977 beteiligt sich der Verein bei der Pokalgemeinschaft Sitz Altusried. In dieser Gemeinschaft sind 15 Schützenvereine aus dem Ober- und Unterallgäu vereint. Dies ist eine der wenigen Gemeinschaften wo über Landkreisgrenzen hinweg Schießen ausgetragen werden. Die Aufnahme des SV Frauenzell erfolgte damals auf Antrag des SV Walzlings. Die Pokalgemeinschaft besteht mittlerweile seit 1951.


Mit dem Einzug in das neue Schützenheim begann man sich auch Gedanken zu machen im sportlichen Wettkampf zu bestehen. H. Reisacher Hans war in der damaligen Zeit ein großer Befürworter und Förderer um eine Mannschaft im Gaurundenwettkampf zu etablieren. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir drei Gewehrmannschaften und eine Pistolenmannschaft im Gaurundenwettkampf am Start. Dabei können wir uns auch mit großen Vereinen messen und brauchen uns nicht zu verstecken.


Wie für jeden Verein ist die alljährliche Bekanntgabe des Schützenkönigs der Höhepunkt der gesamten Schießsaison und wird von allen Mitgliedern mit Spannung erwartet.
Neben der Proklamation des Schützenkönigs wird auch in der Jugend ein Schützenkönig ermittelt. Diese Schützenkette haben wir vor ca.?? Jahren angeschafft.
Neben der Bekanntgabe der Könige werden Vereinsmeister in folgenden Klassen ermittelt
Schützenklasse, Damenklasse, Seniorenklasse, Altersklasse, Schüler-, Jugend- und Juniorenklasse, sowie in der Pistolenklasse.

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